Dieser Moment nach einem Traum... Hier erzähle ich dir, wie aus nachklingenden Traumerlebnissen meine handgemalten Bilder und Traumerzählungen entstehen.
Was war das denn bitte für ein Traum?
Manchmal wache ich auf und denke nur: Was war das denn bitte für ein Traum? Noch halb zwischen Schlaf und Wirklichkeit hängen Bilder in meinem Kopf, die sich kaum greifen lassen – und doch fühlen sie sich ganz echt an. Szenen, die keinen Sinn ergeben und gleichzeitig voller Gefühl sind. Momente, die so schnell verblassen könnten … wenn man sie einfach ziehen lässt. Genau dort beginnt für mich etwas Besonderes.

Wenn Träume nachklingen
Es gibt Träume, die verschwinden schon beim ersten Blinzeln. Und dann gibt es die anderen. Die, die bleiben. Man trägt sie noch ein Stück mit sich durch den Morgen. Ein Gefühl, ein Bild, eine Stimmung, die sich nicht einfach abschütteln lässt. Manchmal ist es nur ein Detail – eine Farbe, ein Gesicht, eine seltsame Situation. Und manchmal ist es eine ganze kleine Geschichte, wie aus einer anderen Welt.
Ich habe irgendwann angefangen, genau diese Träume festzuhalten. Erst mit Worten, später mit Skizzen. Und aus diesen Skizzen wurden nach und nach meine Bilder.

Wie aus Träumen Bilder werden
Ich male nicht irgendetwas. Ich male das, was ich wirklich geträumt habe. Natürlich lässt sich ein Traum nie eins zu eins festhalten. Dafür ist er zu flüchtig, zu eigenwillig. Aber genau darum geht es auch nicht. Ich versuche nicht, ihn perfekt zu kopieren – ich versuche, das Gefühl einzufangen.
Jeder Pinselstrich ist ein Stück davon. Jede Farbe steht für einen Gedanken, eine Stimmung, einen Moment. Und jede Szene wird zu einem kleinen Abenteuer, das ich noch einmal durchlebe, während es entsteht. Zu jedem Bild gehört auch seine Geschichte. Denn ein Traum ist nie nur ein Bild – er ist immer auch ein Erlebnis.

Warum ich genau das male
Für mich sind diese Traumwelten etwas sehr Persönliches. Nicht im Sinne von „geheim“, sondern im Sinne von „echt“. Es sind keine ausgedachten Motive, keine geplanten Kompositionen. Es sind Erinnerungen an etwas, das ich tatsächlich erlebt habe – auch wenn es nur im Schlaf war. Und genau das macht sie für mich so besonders.
Kennst du dieses Gefühl?
Vielleicht ist ja ein Traum dabei, bei dem du plötzlich innehältst und denkst: Moment mal … das kenne ich. Nicht die genaue Szene. Aber dieses Gefühl. Diese merkwürdige Mischung aus Vertrautheit und Fremdheit. Dieses „Irgendwie habe ich so etwas auch schon mal geträumt“. Träume sind seltsam. Und gleichzeitig verbinden sie uns oft mehr, als man denkt.
Ein kleiner Blick hinter meine Bilder
Wenn du meine Bilder anschaust, siehst du also nicht einfach nur Farben und Formen. Du siehst kleine Ausschnitte aus meinen Träumen. Festgehalten, bevor sie verschwinden konnten. Und vielleicht findest du darin ja ein Stück von deinen eigenen wieder.
Vielleicht geht es bei Träumen gar nicht darum, sie zu verstehen.
Sondern darum, sie für einen Moment festzuhalten, bevor sie sich wieder auflösen. In Bildern, in Farben oder in kleinen Geschichten können sie weiterleben – ein Stück Traum, das in die Wirklichkeit hinüberreicht.
Für alle, die selbst einen Traum festhalten möchten
Manchmal bleibt ein Traum nur für einen kurzen Moment da – gerade genug, um ein Gefühl zu hinterlassen. Wenn du ihn festhalten möchtest, kann dir dieser kleine Ablauf helfen:
1. Den Traum nicht sofort loslassen
Bleib einen Moment im Gefühl, bevor der Alltag wieder dazwischengeht. Oft sind es genau diese ersten Sekunden nach dem Aufwachen, in denen noch alles greifbar ist.
2. Stichworte oder kleine Skizzen machen
Es muss nichts Schönes oder Fertiges sein. Ein paar Wörter, Farben oder schnelle Zeichnungen reichen völlig aus, um den Kern festzuhalten.
3. Nicht „richtig“ denken – nur erinnern
Träume folgen keiner Logik. Versuche nicht, sie zu ordnen oder zu erklären. Es geht nur darum, sie wieder sichtbar zu machen.
4. Daraus entsteht dein Bild
Aus diesen Fragmenten entwickelt sich oft ganz von selbst eine Szene. Manchmal klar, manchmal abstrakt – genau so, wie der Traum war.
Kleiner Gedanke noch dazu:
Es geht nicht darum, den Traum perfekt zu reproduzieren. Sondern darum, ihn noch einmal zu berühren, bevor er ganz verschwindet.
Manche Träume bleiben, auch wenn der Tag längst begonnen hat.
Sie kommen leise, manchmal nur als eine Stimmung, ein Bild oder eine Szene, die sich nicht ganz greifen lässt. Und doch sind sie da – und begleiten mich weiter, als wollten sie nicht einfach verschwinden. Ich halte sie fest, bevor sie sich verlieren. In Notizen, manchmal auch in einer schnellen Skizze. Mehr braucht es oft nicht, um sie zurückzuholen.